Sonntag, 21. August 2016

{Hochzeit} Frau Schulz heiratet - Teil 1

Ihr Lieben,

in den vergangenen Wochen und Monaten war hier ganz schön viel los.
So eine Hochzeit plant sich (leider) nicht von allein und so war ich zwischen Unterricht und Alltag so sehr in das Hochzeitsding eingespannt, dass ich kaum Luft zum atmen hatte.

Doch nun - eine Woche vor der großen Feier - fühlt sich langsam alles gut und richtig an.
Würde ich diese Hochzeit noch einmal planen, würde ich sicherlich vieles von Beginn an anders machen. Die Ergebnisse sind nun aber stimmig, auch wenn der Weg dorthin nicht immer einfach war.

Und das wichtigste ist ohnehin der richtige Mann - und den habe ich mit Herrn Fuchs nun auch offiziell seit Anfang August an meiner Seite:


Nach unserer standesamtlichen Hochzeit flitterten wir in einem Romantikhotel. Veganes Essen klappte mal gut (beim Frühstück war mit hausgemachten Aufstrichen für mich gesorgt), mal weniger gut (über die Portion Nudeln mit Tomatensauce für 15,60€ ärgere ich mich immer noch - vor allem, weil unvegane Nudelgerichte unter 10€ kosteten).

Im Anschluss verbrachten wir noch zwei Tage in der Sächsischen Schweiz und wanderten dort 45 km weit. Gut, dass Herr Fuchs als mein frischgebackener Mann sich bereit erklärte, den schweren Wanderrucksack zu tragen - so konnte ich die Wanderung richtig gut genießen ;)


Kaum wieder daheim bei den beiden Katern und Keno, starteten wir bzw. ich wieder mit vollem Einsatz in die Vorbereitung unserer Hochzeit. Das Geschwisterkind ist übrigens meine Trauzeugin und macht ihren Job richtig gut - ohne sie hätte ich all das nicht mal halb so gut geschafft!

Die Feier wird - wie bereits angesprochen - rein vegan.
Und als Vorgeschmack habe ich hier mal meine Menukarte für euch mitgebracht:


Zuständig für das Catering ist übrigens Jenny von ungeheuerveggie. Das Probeessen war schon gigantisch gut, sodass ich dem Hochzeitsessen entspannt und voller Vorfreude entgegen sehen kann. Die Torte habe ich bei Kim von THE REBEL CAKERY bestellt. Auch dort durfte ich vorab Cupcakes mit entsprechenden Frostings verkosten und bin davon überzeugt, dass unsere Torte alle umhauen wird!

Mit diesen beiden Vollprofis im Boot sollten auch die letzten Vegankritiker das Essen genießen können :)


Und für alle Heiratswilligen und -wütigen unter euch hat Ulli von cookiesandstyle so tolle Tipps zusammengestellt, dass ich da nichts hinzufügen kann.




Ich wünsche euch eine Woche voller Liebe und Sonnenschein!







Dienstag, 17. Mai 2016

{Frau Schulz und das Leben}






Frau Schulz und Herr Fuchs heiraten

Am liebsten würde ich es an die Häuser schreiben, es laut jubelnd herausschreien, es in den Himmel malen - er hat gefragt und ich habe ja gesagt.
Damit sind wir auch schon bei dem Grund aller Gründe, warum es derzeit so still geworden ist auf dem Blog. Ja, die neue Schule spielt sicher auch eine Rolle. Aber vor allem bin ich derzeit auf der Suche nach Location, Caterer, Brautkleid, Deko, Give-aways, Torte, Fotograf, DJ, Sänger, etc. pp. so stark eingebunden, dass mir einfach keine Zeit mehr zum bloggen blieb. Ich hoffe, dass ich nächster Zeit wieder etwas mehr zum schreiben komme, denn ich habe so tolle Rezepte, Bücher, Gewinne in der Warteschleife..

Herr Fuchs und ich heiraten also. Und reden noch darüber, ob ich Frau Schulz bleibe oder Frau Fuchs werde oder Frau Schulz-Fuchs oder doch lieber Fuchs-Schulz? Und haben zwar schon die Location, den DJ, das Brautkleid, die (veganen) Brautschuhe, die Eheringe und die Kirche, aber so viel fehlt noch. Vor allem der Fotograf. Und das Rahmenprogramm für die Trauung. Und die Treueschwüre. Und so weiter und so fort.

Und da Herr Fuchs und ich es einfach nicht erwarten können, endlich den heimischen Fuchsbau zum ehelichen Fuchsbau umzutaufen, heiraten wir bereits in drei(!!!) Monaten. Das kommt mir noch recht lang vor, aber in der verrückten Hochzeitswelt ist das quasi gestern!

In der nächsten Zeit wird es also das ein oder andere aus dem Hochzeitskosmos auf die Webseite schaffen, denn - und das ist doch klar! - wir heiraten vegan.

Ich bin gespannt und erfreut, was noch so kommen mag in der nächsten Zeit :)





Dienstag, 29. März 2016

{Rezension} Das vegane Kochbuch meiner Oma von Kirsten M. Mulach




1.) Die harten Fakten
Das vegane Kochbuch meiner Oma hat die Autorin Kirsten M. Mulach vor einiger Zeit im Bassermann Verlag veröffentlicht. Der Untertitel verspricht "Rezepte aus einer Zeit, als vegan noch natürlich war."


Nach einem kurzen Vorwort erährt man die Geschichte hinter dem Buch: Kirsten M. Mulach fand beim Dachbodenaufräumen das Rezeptbuch ihrer Oma. Da sie mit ihrer bis dato zwar veganen, aber vor allem von industriell gefertigten und oft hochkalorischen Ernährung unzufrieden war, begann sie, Omas alte Rezepte zu Rate zu ziehen. Und siehe da: Das alte Rezeptbuch entpuppte sich als wahrer Fundus für vegane Gerichte:

Frühstück (8),

Mittagstisch (21),
Kaffeezeit (10) und
Abendbrot (5)
beinhalten vielfältige Rezepte.

2.) Die Rezepte
Die knapp 45 Rezepte kommen bis auf wenige Ausnahmen auf jeweils einer Doppelseite daher, wobei ein formatfüllendes Foto eine Seite davon füllt. Die Blümchentischdecke darf dabei natürlich ebenso wenig fehlen wie "altes" Geschirr. Das Styling passt natürlich super zu dem Thema des Buches und unterstützt so optisch die Rezepte.

Den Rezepten sind stets einige Erinnerungen an Oma vorgeschaltet, häufig werden die Rezepte auch von Tipps oder Variationsmöglichkeiten begleitet. Besonders gut gefallen mir die abgedruckten Originalrezepte in der großmütterlichen Handschrift - die erinnert mich nämlich sehr an die Handschrift meiner verstorbenen Oma.

 Alle Rezepte verzichten ausnahmslos auf Ersatzprodukte wie Tofu oder Seitan. Dagegen wirken manche Gerichte auf den ersten Blick ungewöhnlich und waren in der vorgestellten Kombination mir gänzlich unbekannt. So zum Beispiel die weißen Bohnen mit Apfel, Birne und Bratkartoffeln (S. 56). Die auf den ersten Blick doch recht ungewöhnliche Kombination schmeckte zubereitet sehr gut und sättigte zudem schnell.
Besonders angetan war ich von der einfachen Tomatensuppe mit Reis (S. 48). Schnell zubereitet, perfekt zum Resteverwerten (bei mir wurde statt Reis übriger Quinoa verwendet), würzig und vor allem leeeecker - so müssen Rezepte doch sein, oder?!

Abgesehen von der Kategorie Mittagstisch, aus der die beiden herzhaften Rezepte stammen, habe ich mich vor allem an der Kaffeetafel gelabt. So buk ich den Ribbelkuchen mit Hefeteig (S. 77), der zwar lecker war, aber an den Streuselkuchen MEINER Oma niemals heranreichen kann! Muss er aber auch gar nicht, denn er war ja schmackhaft und darauf kommt es vornehmlich an. Sehr gut kamen auch meine Muffins an, die ich nach dem Rezept Kastenkuchen mit Möhre (S. 85) gebacken habe. Der dunkle Teig wird dank der Möhren sehr fluffig und gerät nicht so schnell trocken, wie es sonst manchmal passieren kann.


3.) Fazit
Das vegane Kochbuch meiner Oma liegt mit 16,99€ preislich im unteren Bereich der veganen Hardcover-Kochbücher. Einige Rezepte haben mich sehr angesprochen, allerdings ist mir die vorgestellte Küche einen Tick zu einfach. Ich mag schlichte Rezepte und Kochideen, aber die großmütterlichen Rezepte sind mir persönlich einfach etwas zu simpel. Ich denke, dass vor allem vegane Einsteiger Freude an diesem Buch haben, da die vorgestellten Gerichte einfach umzusetzen und dennoch sehr schmackhaft sind. 

Vielen Dank an den Bassermann Verlag, der mir das Buch kostenfrei zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.

Dienstag, 22. März 2016

{Mach mit!} Osterspecial und Gewinnspiel


Ostern steht vor der Tür und mit dem Fest bittet auch der Frühling um Einlass. Nur zu gerne gehe ich in der Sonne spazieren oder joggen und pünktlich zu Ostern überfällt mich ein Süßhunger schier unbekannten Ausmaßes.

In diesem Jahr bin ich leider nicht ganz so gut in die Fastenzeit reingekommen wie sonst. So gab es einige Fastenausnahmen, vor allem im Bereich Naschwerk konnte ich mich leider nicht so gut abgrenzen wie ich es mir vorgenommen hatte. Dennoch habe ich an vielen Tagen meine Fastenvorhaben umsetzen können, sodass ich die Fastenzeit mit einem insgesamt positiven Gefühl abschließen kann.

Für das diesjährige Osterfest werde ich vermutlich keinen Kuchen backen, da Herr Fuchs und ich schon gestern in seine Heimat reisten, um mit seiner Familie die Ostertage zu verbringen. Dort werde ich mich vornehmlich von Gemüse und Obst ernähren und mich bei Backvorhaben sehr zurückhalten. Gast sein ist auch mal schön ;)

Aus diesem Grunde habe ich heute für euch eine kleine Zusammenfassung meiner liebsten, ostererprobten Rezepte mitgebracht. Und am Ende des Beitrages gibt es auch noch etwas tolles zu gewinnen!

Zunächst aber soll ein Blick auf die ostertauglichen Erzeugnisse der vergangenen Zeit oder der letzten Jahre dazu anregen, für den nahen Ostersonntag oder -montag eine Kleinigkeit zu backen. Um zum Rezept zu gelangen, müsst ihr einfach das gewünschte Bild anklicken :)

Zitronenkekse
White-Chocolate-Cookies
http://frauschulzwirdvegan.blogspot.de/2013/04/osterlicher-karotten-apfel-kuchen-mit.html
Apfel-Karotten-Kuchen

Zitronenkuchen

Dazu kommen natürlich Karottenkuchen in allen möglichen Varianten:
...mit Kokos,
...nochmal mit Kokos,
...glutenfrei mit Buchweizenmehl.

Glutenfreier Karottenkuchen
Oh - dazu gibt es ja noch kein Rezept?!
Stimmt!

Das Rezept hierzu gibt es in dem Backbuch Gesund backen von Stina Spiegelberg, das ich bereits hier rezensiert habe. Und damit ihr diesen leckeren Karottenkuchen nach Ostern ganz flugs nachbacken könnt, verlose ich heute ein Exemplar des Backbuchs Gesund backen!

Damit aber nicht genug!
Bestimmt könnt ihr euch noch an den herrlichen Haferauflauf erinnern, den ich vor einiger Zeit gepostet habe:


Das dazu passende Rezept stammt aus dem Kochbuch Oh she glows!, das es ab heute ebenfalls zu gewinnen gibt! Die ausführliche Rezension zum Buch findet ihr hier.

Ganz besonders freue ich mich in diesem Zusammenhang, euch noch ein herzhaftes Gericht zur Seite zu stellen: die Sklandu Rausi (ihres Zeichens Karottentörtchen mit Sour Creme) passen einfach toll zu jedem Osterbrunch, sind schnell zubereitet und ausgesprochen schmackhaft.


Das zugehörige Rezept kommt aus dem Villa Vegana Kochbuch VEGAN aus aller Welt, das ich hier ausführlich rezensiert habe.


Gewinne, Gewinne!

Wie kommt ihr nun in den Lostopf, um eines der drei wirklich ganz wunderbaren Bücher zu gewinnen?

Ganz einfach:


 
Ihr müsst...
...in einem Kommentar unter diesem Beitrag notieren, welches Rezept von diesem Blog euch am besten gefällt,
...im Kommentar erwähnen, welches Buch ihr am liebsten gewinnen wollt,
...volljährig sein oder das Einverständnis eurer Eltern haben,
...in Deutschland, Österreich oder der Schweiz leben,
...bis zum 29.03.2016 um Mitternacht mitmachen und
...eine gültige Emailadresse angeben.

 



Ihr sollt...
...bis zum 02.04.2016 auf eine etwaige Gewinnbenachrichtigung reagieren.

Ihr könnt...
...meine Facebookseite liken (+ 1 Extralos),
...den Beitrag auf Facebook teilen (+ 1 Extralos) und
...vielen Freunden und Freundinnen von diesem Blog erzählen (+ gutes Karma).

Ich...
...freue mich auf zahlreiche Teilnehmer,
...bin gespannt auf eure Lieblingsrezepte und
...wünsche euch weiterhin viel Spaß auf meinem  Blog.

Ein großes Dankeschön gilt an dieser Stelle dem GrünerSinn Verlag, dem Narayana-Verlag und dem NeunZehn-Verlag, die mir jeweils ein Verlosungsexemplar zur Verfügung gestellt haben.



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Update April 2016: Die Gewinnerinnen Lena, Anja und Sabine wurden per Mail benachrichtigt. Vielen Dank für die schönen Rückmeldungen zum Blog!

Dienstag, 15. März 2016

{Rezension} VEGAN aus aller Welt

 
1.) Die harten Fakten
Das "Villa Vegana Kochbuch" VEGAN aus aller Welt wurde vor kurzem im GrünerSinn-Verlag veröffentlicht. Die Autoren Miriam und Jens legen damit ein Kochbuch vor, das bekannte Gerichte aus aller Welt in veganer Form beinhaltet.

Das Vorwort ist erfrischend kurz und statt vieler Worte leiten einige Seiten privater Schnappschüsse aus aller Welt in den folgenden Rezeptteil über.
Anstelle der sonst üblichen Unterteilung nach Anlass gliedern sich die 144 Rezepte diesmal nach Region. Einzige Ausnahme stellt das Kapitel Süße Souvenirs dar. Auch die Darstellung des Inhaltsverzeichnisses unterscheidet sich von den üblichen Auflistungen: Ähnlich wie man es von Foodblogs kennen mag, sind die Rezeptnamen bebildert, sodass man sich direkt vorstellen kann, was sich hinter den teils fremd klingenden Speisen verbergen mag. Folgende Landesküchen sind vertreten:

Mediterrane Rezepte (16)
Indische Rezepte (16)
Orientalische & afrikanische Rezepte (16)
Asiatische Rezepte (16)
Lateinamerikanische Rezepte (16)
Osteuropäische Rezepte (16)
Skandinavische Rezepte (16)
Süße Souvenirs (32).

 2.) Die Rezepte
Zu Beginn jeden Kapitels findet sich eine bebilderte Doppelseite mit den wichtigsten Kräutern und Gewürzen, die als Basis der nachfolgenden Rezepten gelten. Auch die Rezepte sind ausnahmslos bebildert, wobei manche Rezepte auf einer Seite, andere auf zwei Seiten abgebildet sind. Die Rezeptbilder sind ansprechend gestaltet, wobei das Gericht im Mittelpunkt steht und auf übermäßig gestylte Fotos verzichtet wird.

Die Zutatenlisten sind je nach Gericht mal voller, mal sehr übersichtlich und enthalten keine "fancy" Sachen. Vielmehr lässt sich alles leicht im heimischen Supermarkt besorgen, was mir sehr wichtig ist. Jedem Rezept ist ein Tipp an die Seite gestellt, der Variationen oder andere Denkanstöße enthält.

Die Rezepte, die ich bislang ausprobiert habe, haben ausnahmslos für Begeisterung gesorgt. Zuerst versuchte ich mich an den orientalischen Daoud Basha (S. 82). Diese Köfte mit einer würzigen Tomatensauce schmeckten Herrn Fuchs und mir gleichermaßen gut und vor allem die kräftig abgeschmeckte Sauce sorgte für Freude!
Optisch ganz ähnlich, geschmacklich aber vollkommen anders, kamen die Malai Kofta (S. 69) daher. Diese indischen Kartoffelbällchen schmeckten so gut, dass Herr Fuchs sie zu seinem neuen Leibgericht erklärte. Und das passiert nicht oft! Bei uns gab es sie mit einer Portion Brokkoli, im Original standen die Bällchen für sich. Auch die Sklandu Rausi (S. 202) haben einen unaussprechlichen Namen, der aber doch viel geheimnisvoller klingt als das deutsche Pendant: Karottentörtchen mit Sour Creme. Name hin oder her - auch dieses Rezept war ein Volltreffer und die Törtchen haben wirklich einmalig geschmeckt.

Daoud Basha

Malai Kofta

Sklandu Rausi
Die vorgestellten Rezepte stammen aus drei verschiedenen Rezept-Kategorien und kamen alle sehr gut an. Allen ist gemein, dass ich so etwas noch nie gegessen habe und die Zubereitung trotzdem denkbar einfach war. Ich habe das Gefühl, einen Eindruck der landestypischen Küche zu bekommen und trotzdem nicht zu exotische Gerichte vorzufinden, die man kaum nachkochen kann.

3.) Fazit
Das "Villa Vegana Kochbuch" VEGAN aus aller Welt ist eine absolute Bereicherung für jedes Kochbuchregal! Die Rezepte sind wirklich eingängig, gut nachvollziehbar notiert und schnell zubereitet. Das Buch unterscheidet sich natürlich durch die Crossover-Küche von anderen veganen Kochbüchern, ist aber auch für Besitzer sonstiger Kochbücher mit internationalem Touch eine tolle Ergänzung. Aus meiner Küche ist es derzeit nicht mehr wegzudenken und für die kommende Zeit sind weitere Gerichte aus VEGAN aus aller Welt geplant! Mit 29,90€ liegt das Kochbuch im preislichen Mittelfeld der veganen Kochbücher. Die fast 150 Rezepte, die tollen Inspirationen und neuen Ideen sind für mich dabei ausschlaggebend, dass ich dieses Buch wirklich restlos begeistert weiterempfehlen kann!

Vielen Dank an den GrünerSinn-Verlag, der mir das Buch kostenfrei zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.

Sonntag, 13. März 2016

{Rezept} Bananenpancakes mit Ahornsirup


Vergangenen Sonntag konnte ich meine Süßlust einfach nicht mehr zügeln und bequatschte den Fuchsmann, dass er jetzt dringend Pancakes ordern müsse. Eigentlich hatte er mehr Lust auf Müsli, aber wenn ich Pancakes will, dann ist mir jedes Mittel Recht, welche zu bekommen ;)

Ich passte sie an die aktuelle Fastenzeit an, indem ich auf Vollkornmehl zurückgriff und auf zusätzlichen Zucker verzichtete. Ehrlich gesagt haben die Pancakes in dieser Version aber so lecker geschmeckt, dass ich sie auch über die Fastenzeit hinaus nur empfehlen kann und immer und immer wieder essen werde - dann aber auf jeden Fall mit einer großen Portion Ahornsirup, die diesmal nur dem Fuchsmann zu Gute kam.

Man nehme...
400 g Vollkornmehl (Dinkel)
500 ml Haferdrink
Prise Salz
2-3 Bananen
1 Pckch. Backpulver
n. B. Prise Zimt

Bananen entweder mit der Gabel zerdrücken oder mit dem Pürierstab zu einem gleichmäßigen Mus verarbeiten.
Dann mit den restlichen Zutaten rasch zu einem eher flüssigen Teig verarbeiten. In einer Pfanne etwas neutrales Pflanzenöl erhitzen und den Teig esslöffelweise und in Pancakegröße in die Pfanne klecksen. In meiner großen Pfanne kann ich immer drei auf einmal braten.
Die Pancakes bei mittlerer Hitze so lange braten lassen, bis der Rand gold-gelb wird und der Teig in der Mitte Bläschen wirft. Nun wenden und von der anderen Seite ebenfalls gold-gelb braten.

Sofort servieren und mit Ahornsirup genießen.

Dauer: 5 min. Teig rühren + 10 min. Pancakes braten = 15 min. für das perfekte Sonntagsfrühstück

Zusammen is(s)t man weniger allein



























Freitag, 11. März 2016

{Fasten 2016} Sattwerden leicht gemacht!

Erzähle ich von meinen Fastenvorhaben, ernte ich oft verständnislose oder mitleidige Blicke. Vegan an sich ist ja schon schwer genug, aber dann auch noch ohne helles Mehl, Zucker und Fertigkram? Anstelle der vermuteten Eintönigkeit ist mein Essen in der Fastenzeit aber besonders vielfältig und bunt. Schließlich scheidet der schnelle Griff zum Brot mit veganem "Käse" ebenso aus wie die fix gekochten Nudeln mit irgendeiner Sauce.

Wovon ich in der Fastenzeit (und auch sonst) satt werde, seht ihr hier:

1. Essen in Schüsseln
...hip auch gerne "Bowl" genannt, ist derzeit schwer angesagt. Am liebsten nennt man das Gericht nach der dominierenden Farbe der Lebensmittel (aka "Green Bowl") oder der Geschmacksrichtung. Ja, ich esse auch gerne aus Schüsseln. Nein, ich muss nicht alles als "xyz Bowl" bezeichnen. Das Geheimnis: Man wirft einfach alles, was da ist und weg muss/kann/soll in eine Schüssel und genießt ;)



2. Gemüse aus der Pfanne
Mein liebstes Resteessen: einfach alles, was der Kühlschrank so hergibt, in wenig Olivenöl anbraten. Würzen, auf einen Teller häufen und essen. Im Bild: Mangold, Kartoffeln, Zwiebeln.



3. Gemüse zum Angeben
Wer in der Fastenzeit Gäste empfängt und auftrumpfen möchte (oder einfach sich selbst eine Freude bereiten will), der schichtet Gemüse nach Wahl einfach in einer Tarteform, gießt ein bisschen Sauce drüber und schiebt das Ganze in den Ofen. Nach kurzer Zeit ist die Gemüsetarte fertig und man selbst ein bisschen satter und zufriedener.



4. Ein Gedricht
Manchmal steht mir der Sinn nach mehr. Nach mehr Komponenten auf dem Teller zum Beispiel. Mehr ein Gericht als ein bloßes Essen. Dann wühle ich mich ein bisschen durch Kochbücher oder krame in den längst verschütteten Erinnerungen nach Kompositionen, die auch Herrn Fuchs schmecken könnten. Und ja, manchmal werde ich dann fündig und koche einfach mal Kroketten mit Brokkoli und Tomatensauce. Oder eine Pilzpfanne zum wiederkehrenden Salat.



Und wenn das alles nicht hilft, dann haut man einfach ein paar Pancakes in die Pfanne, vergisst die Fastenzeit und lässt sich auf dem Ahornsirup-See treiben ;)

Dienstag, 8. März 2016

{Rezension} Deliciously Ella von Ella Woodward


1.) Die harten Fakten
Das Kochbuch Deliciously Ella wurde vor kurzem im BLOOMSBURY Berlin Verlag veröffentlich und ist ein weiteres Werk einer (englischsprachigen) Bloggerin. Unter deliciouslyella.com bloggt Ella schon seit fast fünf Jahren über ihr Leben als glutenfrei lebende Veganerin. Ursprünglich stellte sie vor allem aus gesundheitlichen Gründen ihre Ernährung um - und entdeckte nach kurzer Zeit, dass gesund nicht gleich geschmacklos und Veganismus nicht gleich Verzicht bedeutet.


Nach einem kurzen Vorwort zu Ellas sehr persönlichem Weg zu dieser Ernährungsform folgt ein Überblick über die wichtigsten Grundzutaten, die in fast all ihren Rezepten Anwendung finden: "Ich habe versucht, immer die gleichen Grundzutaten zu verwenden, das heißt, man geht ein Mal einkaufen und hat dann alles für alle anderen Rezepte da [...]"

Bevor der umfassende Rezeptteil beginnt, findet man schon einige Rezepte für Basics wie Apfelmus, selbstgemachten Milchersatz sowie eine Anleitung "wie man Körner kocht".

Der gut 200 Seiten starke Rezeptteil gliedert sich nicht wie sonst oft üblich nach Anlass, sondern nach Hauptzutat:
Körner (18)
Nüsse und Kerne (13)
Bohnen und Hülsenfrüchte (11) 
Gemüse (27)
Früchte (13)
Smoothies und Säfte (17).

Zuletzt findet man unter dem Punkt Leben wie Deliciously Ella noch Menüvorschläge, die Rezepte aus den vorangegangenen Kapiteln aufgreifen und zeigen, dass man auch mit einer glutenfreien, veganen Ernährung durchaus Gäste empfangen und göttlich speisen kann.

2.) Die Rezepte
Zu Beginn jeden Kapitels findet man auf mehreren Seiten Informationen zu den verschiedenen Zutaten, die in dem Kapitel Beachtung finden, sowie zu deren fachgemäßen Zubereitung. Zudem werden auch die einzelnen Rezepte von persönlichen Worten eingeleitet, sodass man das Gefühl hat, dass das Kochen dieser Rezepte sehr "dicht" mit Ella erfolgt.

Die Rezepte sind meist bebildert, wobei auf großformatige, "gestylte" Fotos oft zu Gunsten lässigerer Bilder im Polaroid-Format verzichtet wird. Zudem sind immer wieder Seiten eingestreut, auf denen man Lesermeinungen über Ellas Blog lesen kann. Das verleiht dem Buch nicht nur eine persönliche Note, sondern läd ein, ein bisschen zu blättern, auch wenn man vielleicht gerade nicht nach einem Rezept für die nächste Mahlzeit sucht.

Mir haben es in Ellas Buch vor allem die Porridges angetan, wobei auch die Hauptgerichte neue schmackhafte und leichte Ideen für eine gesunde Küche liefern.

Als erstes Rezept habe ich mich an dem Zweierlei-Bohnen-Chili (S. 114) versucht und war direkt sehr angetan: 8 Zutaten, die ich meist sowieso im Hause habe, ergaben ein neues, wunderbares Essen, das von Innen wärmt und vor allem in die kalte Jahreszeit passt. Auch die verschiedenen Frühstücksideen wie das Gebackene Apfel-Zimt-Porridge (S. 58) oder der Chia-Frühstückspudding (S. 74) haben mich wahrhaftig entzückt und tun es noch immer. Zuletzt gab es den Möhren-Orangen-Cashew-Salat (S. 139), der ebenfalls mit wirklich wenigen Zutaten auskommt, durch die neue Kombination dennoch sehr raffiniert und lecker ist.

Gebackener Apfel-Zimt-Porridge

Chia-Frühstückspudding

Möhren-Orangen-Cashew-Salat
In dem Buch verstecken sich jedoch noch allerlei mehr Rezepte, die ich dringend ausprobieren möchte und werde:
Da wären die Süßkartoffel-Brownies (S. 166) oder der Banoffee-Pie (S. 195), doch auch die verschiedenen Quinoa- und Buchweizengerichte sprechen mich sehr an. Im Zuge meiner Fastenzeit werde ich sicher noch einige der tollen Gerichte nachkochen und auch über die Fastenzeit hinaus möchte ich dieses Kochbuch nicht mehr missen!


3.) Fazit
Deliciously Ella richtet sich an alle, die sich für eine gesunde, vegane Küche interessieren. Da Ella in ihrem Buch ebenso wie auf ihrem Blog auf fancy Zutaten und Ersatzprodukte verzichtet, eignen sich die Rezete dank kurzer Zutatenlisten und genauer Beschreibungen gut für Kochanfänger. Doch auch mir als "fortgeschrittene" vegane Hobbyköchin wird mit dem Buch nicht langweilig. Fernab vom immergleichen Alltagessen finden sich hier gesunde Gerichte, die dank kreativer Zubereitung und satter Aromenvielfalt den eigenen Kochhorizont noch ein Stückchen erweitern. Mir hat vor allem gefallen, dass Ella zeigt, wie man auch ohne Gluten eine schmackhafte, vegane Küche erleben kann. Mit 19,99€ liegt dieses Kochbuch preislich im Mittelfeld der veganen Kochbücher und ist angesichts der Masse an Informationen und tollen Impulsen auf jeden Fall ein Gewinn für jedes Kochbuchregal.


Vielen Dank an den Berlin-Verlag, der mir das Buch kostenfrei zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.